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Trainingslager mit sozialem Aspekt
Harm Osmers bringt tiefgreifende Eindrücke aus Belek mit / Vierter Offizieller beim Werder-Spiel
Es war die Erstliga-Premiere für den 24-jährigen aus Norddeutschland, der damit Schiedsrichter Michael Weiner und dessen direkten Assistenten zur Seite stand. "Einmal war ich schon bei einem DFB-Pokalspiel in Bremen dabei", erinnert sich Harm Osmers an einen ähnlichen hochkarätigen Auftritt. Vorher hinterließ aber auch das Türkei-Trainingslager tiefgreifende Eindrücke.
"Das Programm unseres Trainingslagers in Belek stellte hohe Anforderungen an die Schiedsrichter. Einen guten Schiedsrichter machen auch gerade die persönlichen, sozialen und kulturennen Qualitäten aus, und hier lag ein Schwerpunkt dieses besonderen Trainingslagers in der Türkei. Ich bin extrem positiv überrascht, wie ausgezeichnet unsere jungen Unparteiischen diesen hohen Ansprüchen gerecht wurden. Durch dieses Trainingslager wurde die Gemeinschaft der norddeutschen und auch der türkischen Schiedsrichter noch enger zusammengeschweißt. Im Gegensatz zu den zeitlich begrenzten, normalen Lehrgängen im Jahr gab es nämlich über das anspruchsvolle Programm hinaus viele Gelegenheiten, sich gegenseitig noch besser kennenzulernen. Auch das zeichnet dieses besondere Trainingslager in Belek aus, das aus meiner Sicht auch in Zukunft regelmäßig stattfinden sollte," urteilte unter anderem Wolfgang Mierswa, Vorsitzender des NFV-Verbands-Schiedsrichterausschusses.
In Belek wurde ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Trainings- und Fortbildungsprogramm absolviert. Daneben stand das soziale Engagement der Schiedsrichter im Zentrum des Aufenthaltes. Die Referees unterstützen den Verein "Wir kennen keine Hindernisse", der in etwa mit der deutschen Lebenshilfe vergleichbar ist, mit medizinischen Geräten, mit einem Spendenscheck über 2000 Euro und mit Spielzeug für die zum Teil schwerstbehinderten Kinder und Jugendlichen.
"Der Besuch in der Behinderteneinrichtung war ergreifend.

Dieses Erlebnisse und Eindrücke prägen. Ich bin dankbar, solche Erfahrungen im Rahmen der Schiedsrichterei erlebt haben zu dürfen.
Es war beeindruckend, in so viele fröhliche und strahlende Kindergesichter zu blicken", brachte der in Hannover wohnende Badener seine Eindrücke auf einen Nenner. Kräftig schlucken musste er, als viel Freude aus den Gesichtern der 17-jährigen Busra Zoroglan und des 13-jährigen Faruk in der Behinderteneinrichtung strahlte. Osmers gehörte zu den rund 70 nordeutschen Schiedsrichtern, Beobachtern und Referenzen - darunter 35 Frauen und Männer aus dem Nidersächsischen Fußballverband, die das einwöchige Trainingslager absolvierten.
Harm Osmers flog jedoch nach fünf Tagen frühzeitig von Belek zurück nach Deutschland, denn für ihn war ein DFB-Einsatz vorgesehen. Als vierter Offizieller wurde er für das Bundesliga-Spiel in Frankfurt nominiert und zeichnete dabei unter anderem für den reinbungslosen Ablauf, das Überwachen der Coaching-Zone bei den Trainern Michael Skibbe und Thomas Schaaf und das Ausfüllen des Spielberichtes verantwortlich. Nun ist er wieder zurück in der Wahl-Heimat und wird sicher noch oft an diese eindrucksvolle Sportwoche zurückdenken.
Quelle
- Achimer Kurier vom 23. Januar 2010






